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Leserbrief RN-Artikel “Linke pro Schulneubau” von Dieter Meckelburg

RN-Artikel   “Linke pro Schulneubau”

von Dieter Meckelburg

Die Aussagen des Herrn Schimpf sind an Polemik kaum mehr zu überbieten.

Ist es Unwissenheit in der Sache oder tief verwurzeltes kommunistisches Gedankengut wenn Sie die Begrifflichkeit von “stolzen Eigenheimbesitzern” verwenden ?

Nein Herr Schimpf, es handelt sich nicht “NUR” um unmittelbar betroffene Anwohner.
Es handelt sich auch nicht “NUR” um die Anwohner des gesamten reinen Wohngebietes, wo übrigens auch zahlreiche Genossenschaftshäuser stehen.

Es handelt sich noch nicht einmal “NUR” um die Menschen, die im Stadtteil Holzen-Rosen leben, sondern die Zahl der Menschen, die in dieser Sache Gehör finden möchten gehen weit darüber hinaus.

Die berechtigten Einwände der Bürger in einem solchen Entscheidungsprozess zu berücksichtigen ist ein Akt der Demokratie und sollte selbstverständlich sein. Dies hat bislang viel zu wenig stattgefunden.

Die Ablehnung eines Neubaus an diesem Standort hat Gründe:

1. die Gesamtverkehrssituation in Holzen-Rosen ist schon jetzt dramatisch und der Rosenweg an seiner Belastbarkeitsgrenze. Darüber hinaus wäre in der Tat das zwangsläufig steigende Verkehrsaufkommen in einem reinen Wohngebiet mit seinen engen Fahrbahnen unzumutbar.

2. es handelt sich nicht “NUR” um ein Maisfeld, Herr Schimpf. Es handelt sich hier um ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet und selbst das Gutachten sieht einen maßgeblichen Nachteil in der vorgesehenen Versiegelung von ökologischen Flächen.

Aber auch der Neubau darf doch durchaus in Frage gestellt werden. Das Gutachten zeigt, dass eine Renovierung/Erweiterung des bestehenden Schulkomplexes die Erfordernisse ebenso erfüllt wie ein Schulneubau. 

Das Gutachten sieht darüber hinaus klare Standortvorteile am “Holzener Weg” und in der damit verbundenen bereits vorhandenen Infrastruktur.

Der maßgebliche Nachteil eines Neubaus besteht aber in den deutlich höheren Kosten der Gesamtmaßnahme. Wir sprechen hier von einem nicht vorhersehbaren Volumen von mindestens 22 Millionen Euro !

Laut Gutachten ist das terminliche Risiko sowie das damit verbundene Kostenrisiko eheblich, so dass mit deutlich höheren Kosten gerechnet werden muss.

Ich bin sehr froh darüber, dass sich SPD, CDU und die Grünen jetzt neue Gedanken zu diesem Thema machen und ich bin jetzt dank Herrn Schimpf auch wieder daran erinnert warum die Linke für mich nicht wählbar ist. 

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